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Mut zur Kreativität

Familienbildungsstätte erarbeitet Malkurse mit Angela Polowinski

Stadtspiegel, Sascha Ruczinski, 20.04.2011

Maltechniken kann man lernen. Doch sollte im (erstmaligen) Versuch, sich auf Kunst aktiv einzulassen, dieses Lernen, verbunden mitentsprechender Lerndisziplin, im Vordergrund stehen?


,,Bei mir ist immer die persönliche Entwicklung wichtig." -
Die Gelsenkirchener Künstlerin Angela Polowinski (Mitte)
mit Heidi Wiesner (links) und Susanne Krieger von der
Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte.
Foto: Gerd Kaemper
GE. Die Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte gibt Jahr für Jahr ein recht umfangreiches Kursangebot heraus. Das Angebot umfasst Spieltreffs für Eltern mit Kleinkindern, Kochkurse, Nähkurse, Anleitungen für Entspannungstechniken, Exkursionen usw..

In Zusammenarbeit mit der Gelsenkirchener Künstlerin, Kunstpädagogin und Kunsttherapeutin Angela Polowinski sind für das Jahresprogramm 2011 zwei Malkurse entwickelt worden, die in den Räumen der ,,ARTSpraxis" in der Von-Oven-Straße 10 angeboten werden. Angesprochen sind zum einen Eltern mit Kindern (5 bis 8 Jahre) und zum anderen Senioren. Im Vordergrund beider Kurse steht dabei weniger das künstlerischer Endergebnis, sondern vielmehr die persönliche Entwicklung der Kursteilnehmer.

,,Mein Anliegen ist immer, hervorzuholen, was in den Menschen schon drin ist. Was ist als kreatives Potential schon da?", beschreibt Angela Polowinski ihren Ansatz. So steht die Bereitschaft, sich auf den kreativen Schaffensprozess einzulassen, im Mittelpunkt. Ergo: ,,Bei mir ist immer die persönliche Entwicklung wichtig - nicht das, was am Ende sichtbar wird, sondern der Prozess." Also, nun malt mal schon Kinder, und zwar so, wie es euch gezeigt wurde, ist das genaue Gegenteil dessen, was in der ARTSpraxis von sich gehen soll.

,,Ich möchte die Erwartungen der Eltern an das Kind aufbrechen, möchte, dass die Eltern von den Kindern lernen", erläutert Angela Polowinski. Die Kinder können den Dingen einfach ihren Lauf gehen lassen. Ob auf Holz, Pappe, Papier oder Styropor und welchen Farben gemalt wird, ist nicht relevant, sondern Teil des Findungsprozess. Die persönliche, kreative Entwicklung von Eltern und Kindern wird von Angela Polowinski und Diana Beermann begleitet.

Mut zur eigenen Kreativität zeichnet auch das Malen für Senioren aus. Neben dem Spaß an der Sache, sieht Angela Polowinski hier auch einen praktischen Nutzen, denn das Ausleben der eigenen Kreativität beansprucht die geistigen Fähigkeiten: ,,Die Möglichkeit des kreativen Tuns ist eine Form der Vorsorge."

Der Kurs ,,Gemeinsam kreativ werden" für Eltern und Kinder (5 bis 8 Jahre) findet ab 16. Mai an vier aufeinanderfolgenden Montagen jeweils von 16.30 bis 18 Uhr statt. Die Kosten betragen 20 Euro plus 10 Euro Materialkosten. Der Kurs ,,Mut zur Kreativität" für Senioren findet ab 10. Mai an sechs aufeinanderfolgenden Dienstagen jeweils von 10.30 bis 12 Uhr statt. Die Kosten betragen 36 Euro plus 12 Euro Materialkosten.
Die Anmeldung erfolgt unter Tel. 1789120 oder per Mail an fbs@kk-ekvw.de


Die Medizin heißt Kunst

WAZ Gelsenkirchen, 10.12.2010, Tobias Mühlenschulte


Blick in die neue Artspraxis. Künstler aus Gelsenkirchen
haben sich in der ehemaligen Arztpraxis in Gelsenkirchen
niedergelassen. Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ Fotopool
Gelsenkirchen. Egal ob privat oder gesetzlich versichert: In der Arts Praxis (Arts heißt übersetzt Kunst) werden alle Patienten gleich behandelt. Acht Künstler haben sich zusammengeschlossen und eine seit mehr als zehn Jahren leerstehende Röntgenpraxis in der Von-Oven-Straße in der Altstadt gemietet.

Dort hat jeder von ihnen sein eigenes Reich, dass er auf seine ganz eigene Weise nutzt. Mit Fotografie, Malerei, Graffiti, Lichtobjekten und manchem mehr. Da ist zum Beispiel Jesse Krauß. Seine Miete dürfte von allen am geringsten ausfallen – Ihm gehört der winzig kleine Umkleideraum am Ende des Flurs, den er in eine Schwarzlichtkammer verwandelt hat: „Ein Atelier brauche ich nicht. Aber die Kammer hat mich fasziniert.“ Die Wände und die Decke hat er schwarz gestrichen. Bis zur Eröffnung am heutigen Samstag sollen hier einige seiner schwarz-weißen Illustrationen hängen und ab 15 Uhr im Schwarzlicht ihre Wirkung entfalten. „Ich versuche im Moment, mit Illustrationen Fuß zu fassen“, sagt Krauß und setzt dabei auf Tage der Offenen Tür und darauf, dass die Kunden seiner Arts-Kollegen vielleicht auch bei ihm vorbei schauen. Im Raum direkt gegenüber hat etwa Beni Veltum sein Graffiti-Büro (die WAZ berichtete). Der sprühende Student war als erster in der ehemaligen Röntgenpraxis eingezogen.

„Die Arts Praxis ist ein sozialintegratives Zentrum für Begegnung, Ausbildung, Bildung, Beratung und Therapie“, verrät die Satzung des neuen Verein. An letzterem Punkt setzt Angela Polowinski an, die seit drei Jahren die „Malbude“ ein paar Meter weiter in der Hansemannstraße betreibt und Kunsttherapie, Kunstpädagogik, Holzobjekte und Recycling-Kunst anbietet. „Ich brauchte mehr Raum. Die Malbude wird vielleicht zu einer Galerie, mal sehen“, sagt Angela Polowinski. Diese Gelassenheit haben alle „Doktoren“ gemeinsam. Alles kann, nichts muss.

„Das Konzept ist noch nicht genau definiert“, sagt Claudia Sucur, die sich um die Organisation kümmert. Die Betriebswirtin VWA mit Ausbildereignung möchte in der Arts Praxis Workshops geben, zum Beispiel Bewerbertraining. Die Idee, die seit zwölf Jahren leerstehenden Räume zu nutzen, so erzählt sie, sei von Heinz Niski, einem der Gründer des Online-Forums „Gelsenkirchener Geschichten“ gekommen. Er habe die Gruppe „akquiriert“, die jetzt Kunst macht, Kunst präsentiert und Bildung und Ausbildung fördert. Die weiteren behandelnden Ärzte sind Helmut Warnke (Malerei, Bildobjekte), Carlo Feick (Fotografie), Hannah Pieneck (Malerei, Kommunikationsdesign) und Horst Schielmann (Lichtobjekte).

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/Die-Medizin-heisst-Kunst-id4045002.html


Wer Visionen hat...

Stadtspiegel, Sascha Ruczinski


Kreative Synergieeffekte: Claudia Sucur, Angela
Polowinski, Beni Veltum und Horst Schielmann
gehören zu de Gesichtern hinter der ARTSpraxis.
Foto: Ralf Nattermann
...sollte zum Arzt gehen. – Aus einer Arzt-Praxis wird eine „ARTS praxis“ – die Räumlichkeiten einer ehemaligen Röntgenpraxis in der Von-Oven-Straße 10, sinnigerweise eingerahmt von der Deutschen Bank und der Sparda Bank, ist in ein Zentrum für Kreative umgewandelt worden. Am Samstag (11.) ab 15 Uhr wird die „ARTS praxis“ mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.
Angela Polowinski (Malerei und Kunsttherapie), Beni Veltum (Graffiti), Horst Schielmann (Lichtobjekte), Hannah Pieneck (Malerei und visuelle Kommunikation), Carlo Feick (Fotokunst) und Helmut Warnke (Malerei) sowie Claudia Sucur, die als Vorstandsvorsitzende fungiert, sind die Gesichter hinter „ARTS praxis“. Gegründet als eingetragener Verein haben die Künstler der „ARTS praxis“ die Möglichkeit, in den Räumen zu arbeiten, aber auch darüberhinaus andere Dinge, z. B. Ausstellungen, auf die Beine zu bringen. „Wir schaffen hier eine Plattform, um Kunst zu schaffen und auszustellen, Workshops anzubieten, aber auch Wissen weiterzutragen“, erläutert Claudia Sucur die Vision hinter der „ARTS praxis“.
Gelsenkirchen ist nicht unbedingt als Kunstmetropole wie Paris oder Köln bekannt. Dennoch bündelt sich in der Stadt jede Menge kreatives Potential. Gerade im Stadtsüden hat sich neben der Künstlersiedlung Halfmannshof eine vitale Kunstszene etabliert. Die Gründung der „ARTS praxis“ kann somit als weiterer Baustein im künstlerischen Leben Gelsenkirchens interpretiert werden.
Ob dieser Baustein sich auf Dauer durchsetzen wird, hängt natürlich von der Qualität er Kunst ab, die hier geschaffen bzw. ausgestellt werden wird, ab. Und natürlich von der Idee, die „ARTS praxis“ als kreative Plattform zu etablieren. Die Vereinsmitglieder hoffen, Synergieeffekte zu schaffen.
„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, hatte Altbundskanzler Helmut Schmidt einst gesagt. Wer künstlerische Visionen hat, sollte vielleicht in die „ARTS praxis“, denn der Mut, künstlerische Visionen ausgerechnet in Gelsenkirchen umsetzen zu wollen, mischt sich durchaus mit dem nüchternen Realismus eines Helmut Schmidt. „Finanzell kann man nicht davon leben“, schätzt Angela Polowinski die Lage ein. Die Macher der „ARTS praxis“gehen alle einem bürgerlichen Beruf nach oder studieren. „Es ist mehr ein Angebot für die Gelsenkirchener Bevölkerung“, so Polowinski.

Quelle: http://www.lokalkompass.de/gelsenkirchen/kultur/wer-visionen-hat-d30728.html


Erfolg in Dosen

WAZ Gelsenkirchen, 21.10.2010, Tobias Mühlenschulte


Der Farbdoktor: Graffiti-Künstler Beni Veltum hat an der
Von-Oven-Straße im August eine Arts-Praxis eröffnet.
Foto: Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool
Gelsenkirchen. In der ehemaligen Röntgenpraxis läuft leise Rap aus den späten 90ern. Eigentlich hört Beni Veltum ja eher modernen Rap aus Texas, aber zum Gestalten schmeißt er lieber Musik wie die von „GangStarr“ in seine iPod-Anlage.

Zu den Beats von Old School Hip Hop könne er einfach besser kreativ sein, sagt der 23-jährige Student.

Vor zwei Monaten hat er in der Von-Oven-Straße in der Altstadt das Graffiti-Büro Gelsenkirchen eröffnet. Hier findet er die Ruhe, aber vor allem die Ordnung und die Aufgeräumtheit, die er in seiner 30 Quadratmeter kleinen Wohnung nicht findet. „Ich habe das Büro minimalistisch gestaltet. Ich brauche einen sauberen Arbeitsplatz, an dem mich nichts ablenkt“, sagt Beni Veltum, der im dritten Semester an der FH Dortmund Design und Medienkommunikation studiert. Zu Hause sei da immer der Stapel Wäsche oder etwas anderes, das im Weg liegt und ihn ablenkt.

Der junge Künstler erledigt Auftragsarbeiten. Damit finanziert er sein Studium. Ob gewerblich, privat oder als Geschenk: „Die Kunden wollen auf jeden Fall was individuelles.“ Wie das Tierheim an der Willy-Brandt-Allee etwa. Die Außenmauer hat der ausgebildete grafisch-technische Assistent mit verschiedenen Tier-Motiven aufgewertet (die WAZ berichtete). Die haben einem Ehepaar, dass dort vorbei lief, so gut gefallen, dass sie Beni Veltum damit beauftragten, ein Bild von ihrem verstorbenen Hund an ihr Garagentor zu sprühen.

Genau aus diesem Grund versieht er seine Werke mit seiner Handynummer oder seiner Homepage. „So lange es öffentlich sichtbar ist, mache ich es auch zum Materialpreis“, sagt Beni Veltum. So wie bei der Kiosk-Wand oder dem Stromkasten. Er weiß, dass er erst Werbung und sich einen Namen machen muss. „Ich will nicht erst nach meinem Studium sagen ,Jetzt mache ich mich selbstständig’.“ Vielmehr soll es „fließend in die Selbstständigkeit gehen“.

Sein neues Reich ist nahezu klinisch rein. Keine Spur vom vielzitierten kreativen Chaos. Weiß ist die alles dominierende Farbe, die ja eigentlich gar keine ist. Bodenfliesen, Wände, Tür, Möbel - sogar die Kaffeemaschine passt sich dem sterilen Praxis-Flair an. Jahrelang hat die alte Röntgenpraxis leergestanden. Wartezimmer-Schilder und kleine Umkleidekabinen sind die letzten Beweise.

Wie jeder Sprayer hat Beni Veltum mit illegaler Malerei angefangen. Die hatte sich aber ganz schnell erledigt. Die bunten Bilder, die er bei den Urlaubsfahrten mit seinen Eltern an den Autobahnseiten sah, begeisterten ihn für die großen bunten Buchstaben. Mit 13 Jahren sprühte er dann selber an der Autobahn - und wurde erwischt. „Meine Eltern haben mich dann gezielt gefördert“, sagt der Farbdoktor. Mit Gefälligkeitsaufträgen im Bekanntenkreis, einer gemietete Leinwand und der heimischen Garage konnten sie ihn für das legale Malen begeistern.

Aber manchmal würde er doch gerne: „Es juckt in den Fingern, aber es wäre viel zu schade, sich das alles kaputt zu machen.“ Für seine Visitenkarte, die „Graffiti-Card Gelsenkirchen“ hat er sich gestalterisch an der Bankkarte eines bekannten Kreditinstituts orientiert. „Manchmal schmeiße ich die auch aus dem fahrenden Auto. Nach Geldkarten bücken die Leute sich ja immer.“

Beni Veltum soll mit seinem Graffiti-Büro nicht der einzige Künstler in der Arts-Praxis an der Von-Oven-Straße bleiben. („Arts“ heißt auf deutsch übrigens „Kunst“.) Neun weitere Kreative sollen folgen. Unter anderem wird in der ehemaligen Röntgenpraxis in der Altstadt noch ein Fotostudio installiert. Termine bei Beni Veltum gibt’s nach Vereinbarung unter s0176/29 86 92 52. Online: www.beschmierter.de

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/Erfolg-in-Dosen-id3857835.html




Foto: Saubermann
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